St. Mar­tin aktu­ell – Herbst 2020

Lie­be Lese­rin­nen und Leser,

die letz­ten Mona­te waren durch Anpas­sun­gen an eine neue Rea­li­tät, die „Coro­na Rea­li­tät“, geprägt. Ich per­sön­lich habe lan­ge Zeit noch gehofft, dass wir wie­der in eine Situa­ti­on kom­men wer­den, in der alles wie­der so ähn­lich ist, wie es vor Coro­na war.

Aber die letz­ten Wochen haben in mir eine ande­re Erkennt­nis rei­fen las­sen. Coro­na hat unser Leben der­art ver­än­dert, dass eine Rück­kehr nur in eine ange­pass­te, ver­än­der­te Lebens­wirk­lich­keit rea­lis­tisch erscheint. Gera­de in der Arbeit mit Men­schen sind die­se Ver­än­de­run­gen deut­lich spür­bar.

Der von mir sehr geschätz­te Heri­bert Pran­tel, Kolum­nist und Autor der Süd­deut­schen Zei­tung, hat in die­sem Zusam­men­hang tref­fend bemerkt: „Coro­na hat eine ande­re Bezie­hung zu den Mit­men­schen her­ge­stellt; die sind eine poten­ti­el­le Gefahr, man geht daher auf Abstand zu ihnen, man schützt sich vor ihnen, man begeg­net Ihnen mit Mas­ke, man ver­mei­det Kon­takt“ in allen Lebens­la­gen.

Aber gera­de die­ser Kon­takt ist für die Men­schen in unse­ren Ein­rich­tun­gen so immens wich­tig. So durf­te ich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten erle­ben, dass sich die Mit­ar­bei­ten­den in St. Mar­tin nicht haben ent­mu­ti­gen las­sen, trotzt Abstand, Hygie­ne und All­tags­mas­ke immer wie­der einen neu­en Kon­takt in Form von Zunei­gung, Mit­mensch­lich­keit und Halt in der täg­li­chen Arbeit zu leben und zu geben.

Hier­für dan­ke ich Ihnen von Her­zen und darf noch­mals wie­der­ho­len: Sie sind mit Abstand und Mas­ke die Bes­ten! Aktu­ell ist das Infek­ti­ons­ge­sche­hen in unse­ren Ein­rich­tun­gen sehr gering. Ich wün­sche uns allen, dass sich dies auch in den kom­men­den Mona­ten so fort­setzt.

Ich wün­sche Ihnen einen gesun­den Herbst.

Ihr


Mar­kus Wagener
Direk­tor